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Foto: Jürgen Scheere
Das Handwerk - Die Wirtschaftsmacht von nebenan
SHK-Innungsobermeister Thomas Blase zum Unternehmer des Jahres 2010 der Stadt Jena gekürt
Im Rahmen der 12. Visitenkartenparty des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft BVMW, die am 4. Juni 2010 im Möbelhaus Finke in Jena-Lobeda statt fand, wurde der Unternehmer und Innungsobermeister SHK Thomas Blase von einer Fachjury aus Wirtschafts-, Politik- und Pressevertretern zum Unternehmer des Jahres gekürt. In den Kategorien wirtschaftliche Entwicklung, gesellschaftliches und soziales Engagement sowie vor allem Nachwuchsausbildung setzte sich der Handwerksmeister für Heizung, Sanitär, Lüftung und Klima (SHK) gegen insgesamt zehn nominierte Kandidaten durch. Die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen ist für den Unternehmer enorm wichtig. Und so stellte er als Einziger der Kandidaten auch während der Finanzkrise kontinuierlich Auszubildende ein und sorgt damit nachhaltig für gut geschulte Fachkräfte in der Region.
Das traditionelle Familienunternehmen wurde 1964 von Manfred Blase als Einmannbetrieb gegründet, 1995 an den Sohn übergeben und bis heute zu einem erfolgreichen Sanitär- und Heizungsunternehmen mit 19 Mitarbeitern, davon 3 Auszubildenden, weiter entwickelt. Auch in Sachen Umweltschutz setzt die Sanitär-Heizung-Klempnerei auf Nachhaltigkeit. So investiert der Innungsmeister in Photovoltaiktechnik und verbindet so Umweltschutz mit wirtschaftlichem Erfolg. „Ich bin überrascht und glücklich über die Auszeichnung“, freut sich Thomas Blase. „Es beweist, dass wir den richtigen Weg gehen und unser Unternehmen von der Region anerkannt wird.“
Zu den Gratulanten unter den etwa 500 Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik gehörten Jenas Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter, Andreas heller, Landrat des Saale-Holzland-Kreises sowie Bertram Pelzer der Pelzer Maschinenbau- und CNC-Zerspanungstechnik GmbH, der im Vorjahr den begehrten Preis mit nach Hause nehmen durfte. Als Gewinner des Unternehmerpreises für Jena und den Saale-Holzland-Kreis hat sich Thomas Blase nun für den Landeswettbewerb in Erfurt qualifiziert.
Janine Weller
Bilanz und Perspektive
Kreishandwerkerschaft Jena/Saale-Holzland-Kreis wird positives
Wirken vertiefen und fortführen
„Unser Handwerk zeigt sich selbstbewusst, gegenüber Innovationen fortschrittlich aufgeschlossen sowie bodenständig in und mit der Region verbunden. Einen entscheidenden Anteil daran trugen beispielgebend die Innungsbetriebe des Meisterhandwerks“, bilanzierte Kreishandwerksmeister Rolf Fischer zur Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft Jena/Saale-Holzland-Kreis (KHS) Ende April 2010 in Jena.
Eine breite Palette von fortwährenden Aktivitäten konnte er hierfür in seinem Bericht aufführen. Im Mittelpunkt allen Tätigwerdens des Innungsverbundes, das verdeutlichten seine und alle weiteren Ausführungen und Diskussionen, stünde das Wirken für optimale und perspektivreiche Existenzbedingungen der Handwerksunternehmen.
Derzeit wurde und soll im Schwerpunkt fortgesetzt der Nachwuchs an Fachkräften und für die Unternehmensnachfolge begeistert und gewonnen werden. Doch hierbei dürfe nicht am Ausbildungsniveau gerüttelt werden, da diese Abstriche sich in späteren Abstrichen an der Qualität der Leistung negativ auf den Ruf des qualitätsbewussten Meisterhandwerks auswirken würden. Eindringlich appellierte Fischer, selbst erfolgreicher Unternehmer, weiter, auf die eigene Ausbildung zu setzen, um nicht „durch Mangel an Spezialisten erpressbar zu werden“.
Um gute Innungsarbeit leisten zu können, bedarf es nach seinen Worten einer mitgliederstarken Gemeinschaft für mehr Zusammengehörigkeitsgefühl und Durchsetzungskraft. Für das Werben um neue Mitglieder wurde daher ein separates Maßnahmebündel festgelegt. Einerseits sollen mehr Gespräche mit Handwerkskollegen geführt werden. Zum anderen werden beispielsweise die Lobbygespräche des Vorstandes, der Berufsinfomarkt und weitere Messen, die Meisterrallye sowie die Teilnahme an Leistungswettbewerben noch breiter publiziert, sodass die Öffentlichkeit die direkte Verbindung zum Meisterhandwerk in der Region wahrnehmen und herstellen kann.
In seinem Diskussionsbeitrag verwies Frank Hohle, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Ostthüringen, auf die Rolle seiner Kammer als Dienstleister für das Handwerk. Neu stünden in Gera auch Messe- und Marketingberater für Anfragen bereit. Zudem kündigte er das „Sommerfest des Thüringer Handwerks“ für den 27. August 2010 in Gera an.
Ein informativer Vortrag von Thomas Hanke, Direktor Arbeitsgericht Jena, zu Neuheiten in der Arbeitsrechtsprechung rundete die Versammlung zusätzlich ab.
Alle Teilnehmer ließen keinen Zweifel an ihrer Meinung, dass es in der Region keine Alternative zur Kreishandwerkerschaft und ihren Innungen gibt. Handwerkskammer und Kreishandwerkerschaften sind danach die unverzichtbaren Bestandteile einer starken Organisation des Handwerks und bedingen sich gegenseitig. Ihre enge und sich weiter vertiefende Zusammenarbeit auf immer mehr Feldern trägt ebenfalls wesentlich mit zu zukünftigen Erfolgsbilanzen bei.
Foto: Jürgen Scheer
Schmiedemeister Ewald Köppe (2.v.r.) erhält die Ernennungsurkunde zum Ehrenmeister von Hans Joachim Reiml, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (re.), Handwerkskammer-Vizepräsident Wolfgang Jacob sowie Kreishandwerksmeister Rolf Fischer.
Verdienter Dank für glühendes Lebenswerk
Ehrenmeister-Titel für Bürgeler Schmiedemeister Ewald Köppe
Von Karsten Seifert
Jena/SHK - Innungsobermeister Ewald Köppe, Schmiedemeister aus Bürgel, darf sich seit dem 8. März 2010 verdient und voll zu recht Ehrenmeister nennen. Diese Ehrung nahmen anlässlich seines 70. Geburtstages der Vizepräsident der Handwerkskammer für Ostthüringen, Wolfgang Jacob, Kreishandwerksmeister Rolf Fischer sowie der stellvertretende Vorsitzende des Landesinnungsverbandes Metall, Holger Haase, selbstverständlich im Meistersaal der KHS in Jena vor. Mit dieser besonderen Auszeichnung würdigt die Handwerkskammer sein rastloses Leben für das Handwerk, die Pflege und Bekanntmachung der Tradition und dessen gleichzeitige Modernisierung.
Der so Geehrte gehörte 1990 zu den Gründungsmitgliedern der Innung des Metallhandwerks Jena-Eisenberg-Stadtroda und war von Beginn an im Vorstand aktiv. Im Jahr 1999 wurde er zum Obermeister der Innung gewählt. Dieses Ehrenamt begleitet er noch heute mit hoher Einsatzbereitschaft.
Alle Laudatoren und Gratulanten waren sich einig, bei Ewald würde jeder Schlag sitzen, die Hammerschläge ebenso wie die Schläge im übertragenen Sinne. Anders ließe sich aber auch kein Erfolg erzielen, denn jeder Schlag daneben bedeute vergeudete Kraft. Sie lobten seine Bodenständigkeit in der Region und seine unverwechselbare Art, wenn es darum ging, Ziele gemeinsam in die Tat umzusetzen. Kreativ waren auch immer seine Geschenke, die er an Repräsentanten mit Augenzwinkern und dennoch tieferem Sinn verteilte, wie beispielsweise für den Jenaer Oberbürgermeister, Dr. Albrecht Schröter, der „Notnagel“ oder auch die Schmiedezange zum Anpacken vieler „heißer Eisen“.
Die Meisterprüfung legte Ewald Köppe am 13. August 1961 ab und glänzte hierbei mit einer feuergeschweißten Axt. Am 1. April 1965 übernahm er den väterlichen Betrieb, dessen Wurzeln noch eine weitere Generation zurückreichen. Der Betrieb besteht in Bürgel am angestammten Ort seit dem 1. Juli 1889 und wird seit dem 1. Juli 2000 inzwischen in der vierten Generation vom Sohn René Köppe erfolgreich fortgeführt.
Ein wie immer hilfreiches Wort hatte der erfahrene Jubilar abschließen natürlich auch parat - effektiv wie immer bedankte er sich damit gleichzeitig ausdrücklich bei seiner Frau. Unternehmertum ziehe seinen Erfolg zu einem großen Teil immer auch aus dem Rückhalt, den die Familie gibt. Und so wird er auch weiterhin in unverwechselbarer Art und Weise die Vielfalt seines Schmiedehandwerks in der Öffentlichkeit verbreiten.
Foto: Jürgen Scheere, Jena
Modelle (v.l.n.r.) zeigen die Frisuren: Alexander Schwarzkopf ("Modern Beat"), Annegret Kansy ("Süße Sommerfrucht"), Emily Fenske ("Pure Verlockung") und Johannes Minkmar ("Modern Beat").
Friseurinnung präsentiert die Trends Frühjahr/Sommer 2010
Die Modetrends für Frühjahr/Sommer 2010 präsentierte die Innung des Friseurhandwerks vor etwa 135 Haarkünstlern am 24. Februar 2010 in Jena. Interpretationen der Klassiker und Kultfrisuren wie Bob, Pilzkopf, Lockenmähne und den Retro-Charme der 40er-Jahre-Filmdiven prägen die Frisurenmode der kommenden Saison.
Die neuen Hairstyles zeigen sich facettenreich von leicht und natürlich bis expressiv und ungebändigt. Aus den Wechselspielen zwischen kurz und lang sowie glatt und wellig entstehen interessante Asymmetrien und Kontraste. Locken, Wellen und eine ausgeprägte Struktur bringen mehr Bewegung in das Haar. Besondere Akzente setzen Farbeffekte und Hair Extensions.
Obermeisterin Marion Heubel und ihre drei Fachgruppenleiter der Handwerksinnung gaben ihren Berufskollegen im Jenaer Hotel „Schwarzer Bär“ traditionell wie zu Beginn einer jeden neuen Halbjahressaison die nötigen handwerklichen Tipps für Schnitttechniken und Farbspiele. Fantasievoll wie immer sind auch die Namen der neuen Kreationen: „Süße Sommerfrucht“, „Modern Beat“, „Pure Verlockung“ oder „Von Bonbons und Nixen ...“ vertreiben die triste Winterstimmung.
Models der Bewegungsküche e.V. setzten mit ihrer Show die Looks perfekt in Szene. Das passende Outfit lieferten XANACA und die S&S Modebotique aus Jena. Gerrit Ohme-Sax sorgte für Glamour mit der Schmuck-Kollektion von Pierre Lang. Kein Sommer ohne Sonnenbrillen, die Pfeifer Optik aus Kahla zur Verfügung stellte.
Dafür ein besonderer Dank von Vorstand und Geschäftsführung der Friseurinnung. Ein herzliches Dankeschön auch an alle Berufskollegen und -kolleginnen für das große Interesse und das zahlreiche Erscheinen.
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